Samstag, 01.03.2014

SYDNEY - BRISBANE - UND WIEDER NACH HAUSE

 

Am Montagmorgen wachte ich auf und begrüßte Yuko, der ich
für die kommenden 10 Tage mein Bett vermieten wollte. Da ich trotz Auszeit
Miete zahlen musste, verlor ich so nicht das komplette Geld dafür. Ich zog mir
noch die ein oder andere Folge „Die Nanny“ rein, bevor ich vom Shuttleservice
des Hotels in dem ich arbeite, abgeholt wurde. Ich wurde zum Flughafen gebracht
und saß schon eine Stunde später im Flieger nach Brisbane.

Im Flugzeug langweilte ich mich total, bis ich neben mir
eine ältere Dame sitzen sah, die in einer deutschen Zeitschrift blätterte.
BOAH, hatte ich mal wieder Lust darauf, etwas Deutsches zu lesen. Also fragte
ich sie nach dem Blättchen und ergötzte mich an Geschichten über Carmen Nebel
und Florian Silbereisen oder Marmorkuchenrezepten. Besonders cool fand ich das
Kreuzworträtsel, das ich ausfüllen durfte.

Die Dame hieß Traute und ist im Alter von sechs Jahren mit
ihren Eltern nach Australien ausgewandert. Ihr Deutsch beherrschte sie trotzdem
noch einwandfrei. Sie erzählte mir von der früheren wirtschaftlichen Situation
Australiens und der Infrastruktur, wobei ich hellhörig wurde. Hier fing ja
schließlich alles sehr spät an, modernisiert zu werden. Zwar langweilt mich
sowas schon sehr, aber Traute hat es so schön erzählt, dass ich richtig gefasst
war und hoffte, dass der Flieger nicht all zu schnell landete.

Nach den 2 kurzen Stunden Flug war ich dann in Brisbane,
setzte mich in den Zug und fuhr in die Innenstadt zum Hostel. Ich setzte mich
noch unten in die Bar, trank ein Bier und ging dann schlafen.

Am nächsten Morgen fuhr ich mit der Bahn aus der Innenstadt
heraus zum eher ländlich gehaltenen „Logan“, wo Nicki und Calle bei einem
Arbeitskollegen wohnten. Nicki wartete schon mit einem Kaffee auf mich. War
ganz lecker, doch dann kam der Hunger und wir liefen zu Coles, Aldi und
Woolworth, wo wir nach 20 Minuten Fußweg ankamen. Dummerweise sind auf dem Weg
meine FlipFlops kaputt gegangen, weshalb ich barfuß marschierte und mir dabei
Brandblasen holte. Verwunderlich bei 35 Grad. Wir besorgten Essen für
Chickenburger und Getränke, sowie ein wenig Obst für den nächsten Tag.

Wieder im Haus angekommen, hauten wir uns vor die Glotze und
schauten Scrubs. Gegen Nachmittag rief dann der Mechaniker an, bei dem die
Jungs ihr Auto reparieren ließen, dass dieses nun abholbereit sei. Als Nicki
also das Auto abholte, bereitete ich schonmal das Essen vor. Chickenburger sind
super lecker und einfach:

Türkisches Brot mit Ketchup und Senf beschmieren, Salat,
Gurke, Tomate, Zwiebel, Mais, etc draufklatschen und das Hähnchenfleisch (mit
Salz, Pfeffer, Curry, Paprika würzen) mit einem Basilikumpesto ummanteln, um es
anschließend ebenfalls obenauf zu legen. Das Ganze zu halten wird ziemlich schwer,
ist aber machbar. MHHHM, das war gut!

Ich fuhr abends mit dem Auto wieder nach Brisbane und
stellte mich dort in ein Parkhaus – dummer Fehler! Am nächsten Morgen traf mich
ein Schlag ins Gesicht: 72 Dollar für 5 Stunden parken! Sauerei!

Ich zahlte, um es schnell wieder zu vergessen und fuhr
erneut nach Logan, um den ganzen Tag dort der Hitze zu entgehen und TV zu
schauen. Abends fuhr mich Nicki wieder in die Stadt und ich schlief recht bald,
da ich ja am nächsten Tag zum Konzert von Eminem wollte.

Donnerstag Morgen dann noch besser: Die Jungs riefen mich
an, dass das Auto erneut liegen geblieben sei und sich eine Reperatur überhaupt
nicht mehr lohnen würde. Also tigerte ich in jegliche Shops, um mich nach einem
Angebot für einen Campervan zu erkundigen.

Die Masche „Armes-hilfloses-Mädchen-aus-Deutschland“ zieht
hierbei immer gut, weshalb ich natürlich bei meiner Erzählung über das
Geschehen mit dem Auto maßlos übertrieb. Wir sparten immerhin 400 Dollar!

Ich duschte mich, zog mich an, traf die Jungs und wir gingen
zu Eminem. Sitzplätze oben, hinten. Jawoll! Letztendlich war es aber doch
irgendwie cool, da wir alles bestens im Blick und nicht ständig einen Ellebogen
im Gesicht hatten. Eminem war einfach überragend! Um 23 Uhr war der Spaß aber
leider wieder vorbei und wir suchten unseren Kumpel Matthias auf, der in einem
Elefantenkostüm übers Gelände schlenderte, aber trotzdem unauffindbar war.

Die Jungs wollten mit der Bahn wieder nach Logan fahren,
verpassten natürlich die letzte um einen Hauch und blieben bis zur nächsten
Abfahrt bei mir im Hostel. Calle schlief direkt ein, Nicki hielt sich wach.

Ich ging irgendwann auch mal ins Bett, schlief und war kaum
wach, standen die Jungs auch schon wieder vor der Tür, um den gemieteten Van
abzuholen. Vor Ort bekamen wir erneute 10 Prozent Rabatt, da wir ja bereits das
zweite Mal bei Jucy so einen Riesenvan mieteten. Geil!

Wir machten uns schnell auf den Weg, luden die Koffer der
Jungs ein, holten Layton (Arbeitskollege von Calle) ab und fuhren nach Byron
Bay. Es regnete, was mich nach 5 Tagen purer Hitze erfreute und wir kochten uns
etwas, bevor wir ein paar Clubs und Pubs abklapperten. Ich ließ die Jungs
zurück, ging in den Van und legte mich schlafen. Zwei Stunden später wurde ich
von lautem Gegröle über Schalke04 wach. Sie waren also wohl auf zurück. Na
toll. Calle machte sich direkt neben mir breit, schlug mir andauernd seinen
Ellebogen ins Gesicht und nahm die Decke für sich ein. Das konnte ja ne tolle
Nacht werden.

Die anderen beiden mussten noch oben das sogenannte
„Penthouse“ ausfahren und auf einer Leiter hineinkrabbeln. Bei jeder Bewegung
wackelte das ganze Schiff…

Morgens um 7 Uhr wurden wir dann von einem australischen
Council Officer geweckt, der uns unseren Schlaf nicht zu gönnen schien und
richtig Spaß an seinem Job hatte. Nämlich Backpacker mit Hämmern an
Autoscheiben von Parkplätzen zu vertreiben, wenn die da im Auto schlafen.

Natürlich war es bei uns ziemlich leicht. Aus der Luke des
Penthouse guckte Nickis Gesicht, die Leiter stand noch draußen und die Tür zu
Calles und meinem Reservoir stand komplett offen, weshalb der Officer das Recht
hatte, hineinzugreifen und beinahe Freude dabei zu haben schien, Calle über den
Kopf zu streicheln.

„160 Dollar for you, 150 for you, 220 for the vehicle and
180 for all the rubbish you’ve done, if you don’t leave within 2 minutes“ – So
schnell und voller Tatendrang habe ich uns um die Zeit noch nie gesehen. Wir
fuhren zwei Parkplätze weiter und schliefen erneut ein.

Nach einem kleinen Frühstück und einer erfrischenden Dusche,
setzten wir uns mit dem bereits eingetroffenen Matthias auf unseren
Campingstühlen in einen Kreis zusammen und schwankten in „alten Erinnerungen“.
Später fuhren wir zu einem Leuchtturm und lauften dort ein wenig auf und ab,
bis es dunkel wurde und wir erneut auf Tour durch Byrons Locations gingen.

Sonntagmorgen fuhren wir mit Matthias Richtung Nimbin,
stoppten allerdings davor an einem See, in den man aus circa 10-15 Metern Höhe
hineinspringen konnte. Ich habe mich nach meiner letzten Bruchlandung nicht
getraut, filmte die Jungs aber mit Freude!

Im Anschluss mussten wir uns von Matthias verabschieden und
fuhren nach Nimbin hinein. Kleines Kaff, nur Kiffer und Junkies, alte stinkende
Menschen und überall dröhnten Reggeasongs aus ungestimmten Gitarren, zu denen
von Rastalockenträgern schiefe Töne ausgestoßen wurden. Das war ein ganz
seltsamer Ort.

Abends schlugen wir unser Lager auf einem abgelegenen
Parkplatz auf, kochten etwas, spielten UNO und schliefen nach einer Folge
„Dr.House“ ein. Dienstagmorgen gehörte nochmals Nimbin, da wir die Geschäfte
abklappern wollten. Wir liefen die circa 500 Meter lange Straße ab, sahen eine
Wahrsagerin am Straßenrand aus der Hand lesen, überall standen Aboriginals, die
uns Gras verkaufen wollten, aus den Shops roch es nach orientalischen Düften
und in jede Richtung sah man verschiedene bunt bemalte Dinge. So ziemlich alles
war bunt bemalt!

Wir waren schnell durch und saßen auch schon wieder im Auto.
Newcastle war unser Ziel. Dort erschienen wir nach 5 Stunden Highwayfahrt,
waren jedoch alles andere als überzeugt. Also fuhren wir nach Norah Heads, um
dort zum Strand zu gelangen. Dieser Strand war mit einer der schönsten Strände,
die ich hier in Australien bisher gesehen habe.

Wir erschienen gegen 17 Uhr dort und schauten uns ein wenig
um. Bis vor zum Wasser, über Steine und Klippen, liefen wir herum. Der
Sonnenuntergang war traumhaft und selbst die Surfer zu beobachten machte Spaß.
Wir genossen noch die letzten Sonnenstrahlen, bevor wir uns einen Standplatz zum
Schlafen suchten.

Calle schlief bereits und Nicki und ich hörten noch etwas
Musik, fuhren in der Gegend herum und gingen dann recht bald schlafen. Morgens
um 7 Uhr waren wir aber auch schon wieder wach und machten uns auf den Weg zu
diesem wunderschönen Strand. Wir saßen einfach nur da und beobachteten die
Wellen, bis wir aufeinmal circa 10 Delfine sahen, die vorbeizogen, während die
Sonne immer mehr aufging. Es war einfach nur so schön und wieder einmal einer
der Momente, der mir bestätigte, dass es die richtige Entscheidung war, nach
Australien zu gehen.

Wir blieben etwa eine Stunde dort, bis wir nach Morisset
fuhren, um dort Kangurus zu streicheln. Die eine Stunde Autofahrt war total
entspannt, da ich hintendrin lag und etwas döste.

Ich wurde wach, schaute aus dem Fenster und sah eine
komplette Wiese voll mit  circa 100
Kangurus. Das war so heftig! Die waren total zutraulich und wir streichelten
ein paar davon, machten eine Menge Bilder, unterhielten uns mit einem
Einheimischen, der uns erklärte wo man die Viecher am besten streichelt und
fuhren auch schon wieder weiter Richtung Sydney.

Nach 2 Stunden Fahrt nach Sydney und 2 Stunden Umweg in
Sydney drin, da wir uns natürlich ständig verfuhren und die Ampeln nicht grün
werden wollten, kamen wir bei mir zu Hause an, hängten uns ein wenig auf die
Couch, ich fing schonmal an zu waschen, wir schauten einen Film und die Jungs
fuhren gegen Abend weiter nach Melbourne.

Ich legte mich in mein Bett und schlief direkt ein.

Super Trip! Und nach Norah Heads möchte ich aufjedenfall
nochmal!

Dienstag, 04.02.2014

Urlaub in Melbourne

 

 

Sonntagsmorgens machte ich mich mit meinem 6 Kilo Gepäck auf den Weg zur Arbeit und freute mich dabei schon sehr auf Melbourne mit Kira.

Um 12.30 Uhr machte ich Feierabend und Kira kam zum Hotel, da wir den Shuttleservice nutzten, der im Verhältnis sehr günstig ist. Wir fuhren zum Flughafen und warteten dort noch 3 Stunden, bis wir endlich im Flieger saßen. Natürlich waren wir trotzdem unpünktlich und stürmten gerade noch so zu unseren Sitzplätzen.

War irgendwie total peinlich in die genervten Gesichter zu gucken, aber wir lachten trotzdem wie verrückte Hühner.

Um 17 Uhr waren wir dann am Flughafen in Melbourne und fuhren mit dem Skybus in die Innenstadt, um uns ein Hostel zu suchen. Wir checkten in das selbe ein, in dem ich  auch bei  meiner Ankunft im Oktober war. Wir legten uns erstmal eine Stunde hin, da ich doch sehr platt war und machten uns dann zum Feuerwerk, das anlässlich des Australia Days in den sogenannten Docklands gezündet wurde.

Im Anschluss suchten wir verzweifelt nach einem preiswerten Restaurant und landeten letztendlich doch wieder in einem dieser Foodcourts, in denen Inder neben Chinesen und Italienern ihr Essen verkaufen. War aber super lecker.

Montags fuhren wir mit der kostenlosen City Circle Tram durch Melbourne und stiegen im Harbour Town Shopping Centre aus, da wir ein wenig bummeln wollten. Wir schauten uns erst ein wenig um, bevor wir uns durch jeden Laden shoppten. Das war super lustig!

Anschließend legten wir uns mit einem kühlen Smoothie auf die Wiese und chillten in den letzten Sonnenstrahlen des Tages, bevor wir uns wieder auf den Weg Richtung Hostel machten, um heute früh schlafen zu gehen, da wir am nächsten Morgen schon früh das gemietete Auto abholen wollten. Zuvor wollte wir allerdings noch etwas essen und gönnten uns ein Luxusdinner. Es gab die 5 Dollar Pizza der Kette "Dominos", eine Flasche Limo und wir saßen unter dem Ausgang der Dunstabzugshaube auf dem Bürgersteig an einer Wand angelehnt. Die Atmosphäre war sehr "backpackerisch" und doch irgendwie sehr romantisch - HAHA

Am nächsten Morgen checkten wir dann im Hostel aus und um 9 Uhr waren wir bei "Thrifty" und bekamen einen wunderschönen, nagelneuen Ford in die Hand gedrückt. AUWEI! Hoffentlich passiert uns mit dem Ding nix, war unser Gedanke.

Wir mussten erstmal quer durch ganz Melbourne aus der Stadt heraus Richtung Highway finden, bis uns aufeinmal das Hostel anrief, dass wir die SD-Card der Videokamera vergessen hätten. Ein all zu großer Umweg war es nicht und tanken wollten wir sowieso auch noch. Nebenbei holten wir noch ein wenig Essen und Trinken und fuhren dann endlich los Richtung Great Ocean Road.

Schon um 11 Uhr waren es 42 Grad und wir waren unheimlich dankbar um die Klimaanlage. Wir wechselten uns mit dem Fahren ab, setzten die Sonnenbrillen auf und hörten laut Musik. Es war wieder einmal unglaublich, durch die weiten Straßen Australiens zu fahren und einfach nur ins pure Nichts zu blicken. Durch Wälder und savannenartigen Straßen bis hin zum Ausblick ans Meer, war alles dabei!

Wir kamen nach zwei Stunden Fahrt im Auto endlich irgendwo auf der Great Ocean Road an und freuten uns erst einmal über diesen tollen Ausblick, waren begeistert vom Wetter und der Stimmung, die wir selbst aufbrachten!

Wir fuhren nun also die kurvige Strecke entlang des Meers mit einem Ausblick auf Felsen, glasklares Wasser und mehrere Strände und ließen mittlerweile einfach nur noch den Wind durch unsere Haare blasen. Ich persönlich genoss während des Ganzen sehr, dass es wirklich wie Urlaub war.

Ich achtete nicht all zu stark auf das Geld und ließ mich einfach überraschen, schaute mich um, obwohl ich bereits dort war und fand doch immer wieder neue schöne Ausblicke. Wir hielten an verschiedenen Stellen an, die wir für sehr schön empfunden und machten viele Fotos und Videos. Spaß hatten wir eine Menge.

Einmal hielten wir an, um uns ein wenig an den Strand zu setzen und einmal ins Meer zu hüpfen. Natürlich in Unterwäsche, da wir doofen Nüsse unsere Badesachen in Sydney vergessen hatten.

Und da ist es mir dann passiert: "Mist, das habe ich alles ZUHAUSE vergessen!"

Da habe ich dann wieder einmal an der Great Ocean Road gemerkt, dass ich angekommen bin und jetzt wirklich hier lebe. JA! Ich habe tatsächlich in Australien Urlaub gemacht und JA! ich habe tatsächlich eine WG hier. Das war echt krass!

Wir fuhren weiter, an Kuhfeldern vorbei Richtung Ausblick vom Leuchtturm aus. Wir mussten pro Kopf 17 Dollar Eintritt zahlen, um auf einen Leuchtturm zu gehen, von dem aus man am Ende doch das selbe sah wie an anderen Spots. Aber wir waren ja schließlich nur einmal da. Also zahlten wir und liefen bei diesen mittlerweile anstrengend werdenden 40 Grad durch die Sonne den Wanderpfad ab und wurden währenddessen von Fliegen nur allzu überfallen. Wir wurden unleidlich und gingen nach der ein oder anderen Fotosession wieder schnellstens zum Auto.

Auf dem Weg zurück sahen wir eine Menge Koalas einfach so im Baum sitzen und herumhängen. Wir machten natürlich Bilder und ergötzten uns an den vielen Reisschüsseln (Chinesen, Japaner, etc...), die die Viecher unbedingt anfassen mussten und jedes Mal zusammenzuckten, wenn der Koala auch nur die Augen schloss. War schon putzig, mal so einen Koala von Nahem zu sehen.

 

Nach circa 50 gleichaussehenden Bildern der Koalas, setzten wir uns wieder ins Auto und fuhren auf schnellstem Weg in Richtung 12 Apostel, da wir dem Sonnenuntergang näher kamen. Nachdem wir nochmals eine weitere Stunde durch die Landschaft Australiens gurkten, kamen wir dann auch schon an. Wir parkten, packten die Kameras ein und liefen schnellstmöglich los. Wir waren früher als gedacht. Der Wind durchwuschelte nach wie vor unsere Haare, unsere berteile wehten beinahe davon und wir genossen einfach nur den traumhaften Ausblick. Die Sonne hing immer tiefer am Himmel und es wurde nur noch schöner! Wir liefen den Rundweg am Meer mit der gemütlich untergehenden Sonne im Nacken ab und fuhren dann wieder Richtung Melbourne.

 

Nach einem Zwischenstopp in einem kleinen angelegenen Örtchen, in dem wir erstmal den "Vorher-Nachher-Bräune-Vergleich" machten, etwas aßen und einen weiteren Plan schmiedeten.

Wir entschieden uns dazu, schon abends nah an Melbourne heranzufahren, um am nächsten Morgen eventuell ein wenig mehr Schlaf zu haben. Wir waren nur noch eine halbe Stunde von der Innenstadt entfernt und suchten nach einem Abstellplatz für das Auto, um die Sitze umzuklappen, den Hinterraum mit Kleidung auszupolstern und zu schlafen. An einem Straßenrand auf einer Grünfläche parkten wir dann und setzten das Vorgenommene zur Tat um. Nochmal schnell die Zähne geputzt und einen Schluck getrunken, legten wir uns dann in den Kofferraum, der trotz Kleidung auch nicht bequemer wurde. Es war bullenheiß, jedoch schliefen wir schon 20 Minuten später ein.

Ich wachte in der Nacht ein paar Mal auf, da ich einmal nach Kira suchte, die nicht mehr neben mir lag und weil es über Nacht sehr kalt wurde.

Morgens um 8 Uhr klingelten unsere Wecker der Handys im Wechsel und trotzdem hatten wir es uns mittlerweile so bequem gemacht, dass wir nicht aufstandenn. Sage und Schreibe eine Stunde später, wachten wir endgültig auf und fuhren wieder mal auf den letzten Drücker zu "Thrifty", da wir um 10 Uhr Bernd, wie das Auto mittlerweile hieß, abzugeben.

Als wir dort eintrafen, waren wir total platt und unausgeschlafen, weshalb wir in einem Cafe nebenan erstmal frühstückten. Croissant mit Marmelade und ein großer Kaffee weckten uns ein wenig auf. Zumindest für die 30 Minuten, in denen wir wieder zum Hostel fuhren, um erneut dort einzuchecken.

Naja... Wir gingen natürlich erst einmal Schlaf nachholen und wachten erst 3 Stunden später wieder auf. Nach einer Dusche liefen wir in die Stadt und liefen durch den Queen Victoria Market, auf welchem man deutsches Brot kaufen konnte. Wir schauten uns noch die Graffittistraßen an und aßen nochmals in dem Foodcourt, da es uns zwei Tage davor sehr gut gemundet hatte.

 

Anschließend gingen wir ins Casino und spielten tatsächlich ein wenig am Automaten.  Wir gewannen 20 Dollar, die mit drei Zügen (da wir Vollpfosten natürlich nichts verstanden haben) wieder weg waren. Wir lachten trotzdem noch, war ja schließlich unsere eigene Blödheit.

Im Hostel setzten wir uns noch ein wenig zusammen und schauten "How I met your mother"-Folgen auf dem mitgebrachten Laptop, bevor wir einschliefen.

Donnerstagsmorgens checkten wir dann aus und liefen nocheinmal für die letzten 2 Stunden in die Stadt. Wir fuhren erneut mit der kostenlosen Straßenbahn und schauten stiegen ab und an aus, um die verpassten Sehenswürdigkeiten auch noch mitzunehmen. Der Zeiger stand auf 14 Uhr und wir fuhren zum Flughafen.

Wir checkten ein und mussten natürlich aussortieren. 10 Kilo waren pro Kopf erlaubt und wir hatten zusammen über 30. Dabei hatten wir doch schon aussortiert!

Nun mussten auch die Handtücher, der billige Föhn, die benutzte Unterwäsche, stinkende Socken und Dinge wie Shampoo daran glauben und blieben in Melbourne an Terminal D im Mülleimer zurück. Als ich die Jogginghose ich über meine Jeans gezogen hatte, noch in den Pullover geschlüpft und Kira ebenfalls in dicke Jacke, Schal und Mütze eingewickelt war, lagen wir unter 20 Kilo und durften einchecken. An Gate 35 saßen wir noch 45 Minuten, in denen wir die Leute beobachteten und vooooooll abtratschten.

"Guck mal, Fräulein Großkotz da drüben guckt andauernd!" - "Ich seh's, aber schau mal wer dahinten kommt, die Gräfin höchstpersönlich mit ihren Hackenschuhen und dem kurzen Fummel." - "Ach, schau mal was dahinten angestampft kommt. Der schmeckt's auch gut!"
SO GING DAS NUR! Und es war sowas von lustig.

Im Flieger schlief Kira ein und ich freute mich einfach nur auf das nach Hause Kommen! Duschen, Wäsche sortieren und die erste Maschine waschen, Arbeitskleidung zurechtlegen und schlafen gehen verliefen einwanfrei und ich hatte immerhin 5 Stunden Schlaf, bis ich am nächsten Morgen wieder aufstehen musste, um zur Arbeit zu gehen.

 

 

Donnerstag, 09.01.2014

SILVESTER - ARBEIT - BESUCH - WOHNUNG

 

TAG!

Ich habe lange nichts geschrieben...

Das liegt wohl daran, dass ich zur Zeit sehr viel am Arbeiten bin und ziemlich alle Leute nach Sydney kamen, die ich beim Traveln kennengelernt habe.

Vor ein paar Wochen rief mich Moritz Lang an, dass er in den nächsten Tagen nach Sydney komme und mich gerne besuchen würde. Samstags mittags machte ich also Pancakes und wartete auf ihn und seinen Kumpel Gregor. Die beiden erzählten ein wenig von ihrer Reise und wir tauschten uns aus. Gegen Abend kamen dann Patrick, Matthias und Stefan vorbei, die ich in Cairns kennengelernt habe und brachten einen Kasten Bier mit. Später stoßen auch noch Rob und Bene (aus Brisbane) mit Kira dazu und wir machten uns alle zusammen einen schönen Abend. Nicki und Calle sind aus Brisbane hier her gekommen und endlich waren wir alle wieder zusammen. Das war ein echt cooles Gefühl. Allemann saßen wir auf meinem Balkon in der Wohnung, tranken unser Bierchen und schwankten in "alten" Erinnerungen und Momenten, die wir gemeinsam erlebt haben. Außerdem habe ich endlich mal ein paar vertraute Menschen hier in Sydney gehabt, mit denen ich mich täglich treffen konnte, sobald ich von der Arbeit kam.

In den letzten drei Wochen war ich fast jeden Tag im Hotel beschäftigt, was mich sehr müde und faul machte, sobald ich zu Hause war.

Ich laufe jeden Tag circa 25 Minuten zur Arbeit, ziehe meine Uniform an und lege los. Meine Schichten fangen unterschiedlich an. Da zur Zeit "Public Holidays" sind, ist das Hotel beinahe ausgebucht. Manchmal beginnt meine Schicht schon um 5:30 Uhr. Dann habe ich eine Stunde Zeit, das ganze Buffett herzurichten und das wird oftmals sehr knapp. Deshalb bereite ich am Tag zuvor schon vieles vor. An anderen Tagen fange ich dafür erst um 7 oder 8 Uhr am Morgen an.

Eigentlich bin ich im Novotel angestellt. Nebendran ist jedoch ein Ibis Hotel, welche beide zur Accor Group gehören. Deshalb arbeite ich mal hier, mal dort. Das ist abwechslungsreich und macht dementsprechend viel Spaß.

Das Novotel ist wesentlich größer als das Ibis. Dort hat jeder seinen eigenen Bereich, dem er zugeteilt wird. Da wir jedoch grundsätzlich unterbesetzt sind, haben wir unter den Kollegen entschieden, uns gegenseitig durchgehend zu helfen. Der Teamgeist ist total super! Ebenso mein Supervisor, der sich um alle Einteilungen etc. kümmert, ist total integriert.

Wenn es wirklich zu voll ist und wir Hilfe benötigen, springen auch mal die Chefs und Manager ein und tragen Teller in die Küche oder decken die Tische neu ein.

Das Ibis Hotel hat nur 3 Bereiche, weshalb wir auch meistens nur zu dritt sind. Ich arbeite dort auch lieber, da wir soooooo unterbesetzt sind, dass ich ständig etwas zu tun habe und die Zeit somit verfliegt.

Das einzige was mich am Ibis stört ist, dass wir ständig türkische Gruppen da haben, die pro Kopf geschätzte 4 Teller vollräumen und ihre Eierschale trotzdem auf den Tisch machen. Extrawünsche und Sonderbestellungen werden erfüllt und zusätzlich musst du dir noch erzählen lassen, wie wunderschön du bist, aber auf die ganz schmierige Art und Weise... Da kommt Freude auf!

An Silvester hieß es aufeinmal, dass ich arbeiten müsse und das abends! Da ich das Geld gut gebrauchen kann und ich eigentlich nur das Feuerwerk an der Harbour Bridge sehen wollte, fragte ich, ob ich um 23 Uhr aufhören könne. Zum Glück durfte ich das und traf um 23.30 Uhr in der Nähe der Harbour Bridge bei meinen Freunden ein. Die waren bereits am Feiern. Das Feuerwerk begann und 12 Minuten später war es schon wieder vorbei. Ich hatte mehr erwartet und dachte mir: "Da hätte ich auch einen Furz anstecken können!"

Für diese Anpreisung war das echt schwach!

HARBOURBRIDGE nicki und matthias nicki, bene, rob und calle die jungs und ich calle und nicki

Aber immerhin war ich mit den Jungs und Mädels beisammen, die ich bisher hier kennengelernt habe. Nicki habe ich auch wieder getroffen und wir gingen noch zu mir in die Wohnung, wo meine Mitbewohner ebenfalls am Feiern waren. Bis morgens um 5 Uhr saßen wir noch alle zusammen im Wohnzimmer, bis ich ohne Schlaf duschen ging, um mich für die Arbeit vorzubereiten. Es war ein sehr schleppender Morgen und wirklich fit war ich auch nicht, aber die Routinegriffe verliefen einwandfrei.

Ab dann sind die Tage immer ruhiger geworden, da vereinzelt alle meiner Bekanntschaften weitergezogen sind. Das war irgendwie traurig, da ich von einigen wusste, dass ich sie hier in Australien nicht mehr sehen würde. Patrick, Bene und Rob sind nämlich vor einigen Tagen wieder nach Deutschland geflogen. Geblieben ist mir Kira, wir sind die einzigen, die noch in Sydney sind und sie ist jetzt auch erstmal in meine WG eingezogen. Das tut ganz gut. Nach der Arbeit nach Hause zu kommen, zu duschen und gemeinsam in einen Park zu gehen, zum Strand zu fahren oder einfach nur "abzuhängen" auf der Couch, ist wirklich angenehm. Manchmal weiß ich nämlich nichts mit mir anzufangen und werde automatisch noch fauler... So pushen wir uns gegenseitig.

Jetzt sind die Public Holidays allerdings vorbei, weshalb ich nicht mehr so viele Schichten habe und mich nach einem zusätzlichen Job umsehen möchte, in dem ich eventuell abends arbeiten kann. Habe ja sowieso nichts zu tun...

Jetzt mache ich mir Schbageddiomledd und gucke mir mit Kira alte Folgen Bauer sucht Frau an, bevor ich bald schlafe, um morgen fit für die Arbeit zu sein.

Liebste Grüße aus Down Under!

 

 

 

Mittwoch, 18.12.2013

BLUE MOUNTAINS

Ich fühle mich pudelwohl!

Seit knapp zwei Wochen sind Mascha und David in Sydney. Die
beiden habe ich auf Fraser Island kennengelernt. Sie reisen in einem Camper Van
und duschen deshalb gelegentlich in meiner Wohnung. Wir unternehmen viel
zusammen und haben eine Menge Spaß. Am Montagabend war Tanja (aus
Niederjosbach) in Sydney und rief mich an, da sie eine Kneipentour mit ihren
Freunden geplant hatte. Mascha, David und ich schlossen uns der Gruppe an und
so zogen wir durch die Innenstadt. Um 24 Uhr erzählten uns die anderen, dass
sie am nächsten Morgen zu den Blue Mountains zum Campen fahren wollen.
Kurzerhand entschlossen wir uns dazu, mitzufahren.

Dienstagmorgen fuhren wir also nach Katoomba zu den Blue
Mountains. Ein Auto vollgepackt mit 5 Leuten, Essen und Zelten und der Van mit
uns dreien drin. Von einem Lookout ging es dann Richtung Railway. Das Gebiet
ist ziemlich groß, weshalb mehrere Schwebebahnen und Züge für Touristen ihre
Runden machen. Wir entschlossen uns jedoch dazu, die Gegend zu Fuß zu erkunden
und das hat sich definitiv gelohnt.

Über Stock und Stein ging es das Gebirge hinunter von einem
zum anderen Lookout. Wir saßen an gefährlichen Hängen, an denen man bis zu 100
Metern hinunter schauen kann. Wasserfälle sahen wir ebenfalls und schwammen
darin. Wir hingen da bisschen ab, schossen 2839384 Fotos, glühten in der Sonne
und als wir hungrig wurden, gingen wir wieder zurück zu den Autos. Bergab war
ein angenehmer Weg, aber der Rückweg war voll anstrengend. Nass triefend und
durchgeschwitzt kamen wir oben an, schauten nochmal das Gebirge und die
Wasserfälle an und fuhren zu einem abgelegenen Campingplatz. Wir breiteten uns
aus, entzündeten ein Feuer und aßen zu Abend, bevor wir gemütlich Marshmallows
über dem Feuer anbrutzelten und dazu genüsslich Goon (Billigwein) tranken.

Um circa 2 Uhr legten wir uns schlafen. Ich schlief mit drei
anderen in einem Zwei-Mann-Zelt! Deshalb war die Nacht nach 3 Stunden auch
schon wieder halbwegs vorbei. Natürlich habe ich mich schön ausgebreitet und
dadurch sehr angenehm geschlafen… Dafür habe ich bei meinen mehrfachen Rock am
Ring Besuchen gut trainiert…

Wir packten die Sachen zusammen und machten uns schnell auf
den Weg, da wir von ekelhaften Mücken überfallen wurden. Die Viecher sind wie
verrückt! Auf ging’s zum Botanischen Garten, die sich hier in Australien
wirklich häufen und mich mittlerweile langweilen. Eigentlich hatte ich nicht so
viel Lust darauf, war aber letztendlich doch sehr zufrieden. Der Ausblick war
gigantisch. Wir saßen in dem lokalen Café, tranken überteuerten Kaffee und
babbelten bisschen dummes Zeug.

Um 15 Uhr hatten wir alle keine Lust mehr und waren mega
platt, weshalb wir wieder nach Hause fuhren. Zwei Stunden später war ich dann
auch schon in meiner Wohnung und bekam einen super coolen Anruf!

„Congratulations,
Caroline – You’ve got the job as waitress in our Novotel in Darling Harbour!“

Da ist das Ding! Ich fange also am Freitag als Kellnerin in
einem der renommiertesten Hotels in Sydney an und habe endlich etwas zu tun.
Außerdem verdiene ich Geld und habe jeden Tag die Aussicht auf Darling Harbour.

Unter anderem ist auch endlich meine neue Bankkarte
angekommen, auf die ich seit 3 Wochen gewartet habe und wegen der ich mit wenig
Geld auskommen musste.

Erleichterung, Zufriedenheit und Wohlempfinden! Zum Glück
und Gott sei Dank – Jetzt geht’s mir bestens!

Sonntag, 01.12.2013

SYDNEY

Ich bin jetzt seit einer Woche in Sydney und habe mich gut eingelebt.

Meine WG ist ganz cool. Teile mir die Wohnung mit acht anderen Leuten und die sind alle total nett. Hatte dank eines Mitbewohners einen kleinen Job am Freitag und morgen mache ich mein RSA (das braucht man hier zum Alkohol ausschenken). Im Anschluss habe ich ein Vorstellungsgespräch und Probearbeiten im Restaurant des Hotels gegenüber. Ein zweiminütiger Weg zur Arbeit wäre das. Und das nur, weil ich noch auf das Grünwerden der Ampel warten muss.

Heute bin ich mit einer meiner WG-Mitbewohnerinnen zum Strand gefahren. Von dort aus konnte man ganz Sydney sehen - richtig cool!

Das Sightseeing hebe ich mir noch ein wenig auf, da ich schließlich geplant habe, für längere Zeit hier zu bleiben. Meine freien Tage will ich dafür nutzen. Es ist nur sehr schwer, hier Leute zu treffen, da Sydney riesig ist! Aber das bekomme ich auch noch hin.

Ist wohl alles eine Frage der Zeit...

Dienstag, 26.11.2013

CAIRNS - SYDNEY - WOHNUNGSSUCHE

Bis zum 24.November war ich nun in Cairns. Ich habe so lange
nichts geschrieben, weil nichts Besonderes passiert ist und wir jeden Tag das
Gleiche gemacht haben.

Da Nicki und ich noch ein paar Tage den Van hatten, sind wir
nochmal ein paar Tage Richtung Norden entlang der Küste gefahren und hatten
dabei eine Menge Spaß. Haben gesungen, Fotos gemacht und uns Spiele ausgedacht,
indem wir gegenseitig unser Wissen auf die Probe gestellt haben.

An Palm Cove und Port Douglas vorbei, kamen wir in Cape
Tribulation an. Da musste man eigentlich mit einer Fähre übersetzen, das war
uns aber zu teuer. Deshalb entschieden wir uns für eine kleine Bootsfahrt auf
einem Fluss. Wie zwei Rentner saßen wir auf dem 3kmh langsamen Schiff und
schauten uns Bäume an, bis auf einmal ein 3 Meter langes Krokodil auf dem Land
zu entdecken war. Wir machten ein paar Fotos, als in dem Moment ein kleiner
Fisch über das Wasser sprang und ein Hai    
ihn schnappte. Das war einfach nur unglaublich und machte die Tour nicht
all zu langweilig.

Als wir  wieder zurück waren, fuhren wir ein wenig  mit dem Auto
herum und verprassten Sprit, der hier in Australien echt günstig ist. Mit
durchschnittlich 1,50 Dollar, also circa 1 Euro pro Liter, kann man sich das
mal gönnen, dachten wir uns. Alle 10 Minuten machten wir einen Stopp, schauten
durch die Gegend sowie in den Reiseführer und überlegten uns, wo man noch
hinfahren könnte.

Wir fuhren auf einen Berg zu einer Stadt namens Mareeba. Die
Stadt bestand aus einer einzigen Straße und war circa 1 Kilometer lang. Die
Einwohner schienen froh um jede Modernisierung zu sein. Handyempfang gab es
auch nicht. Aber ein Autokino! Natürlich zeigte dieses nur am Wochenende Filme,
weshalb wir in die nächste Stadt fuhren. Die hatten ebenfalls kein Kino, dafür
aber einen Supermarkt, bei dem wir für unser Abendessen einkauften, bevor wir
einen Schlafplatz suchten. Wir stellten unseren Van an einem Lookout ab, von
dem aus man Kuhweiden sehen konnte.  Es erinnerte
leicht an die Alpen in Österreich und vermittelte „A taste of home“. Wir
kochten uns noch ein paar Nudeln und schliefen recht bald ein.

Am nächsten Morgen dann der Genuss! Es war über Nacht so
kalt, dass unser Nutella fest, die Getränke kühl und wir nicht durchnässt vom
Schwitzen aufwachten! Am Tag zuvor hatten wir einige Touristenattraktionen
gesehen. Eine davon waren die nahegelegenen Wasserfälle, die uns sehr gelegen
kamen. Wir duschten uns dort im kühlen Wasser – zur Belustigung der Touristen.

Wir entschieden uns, wieder nach Cairns zu fahren. Auf dem
Weg dorthin besuchten wir noch einen kleinen chinesischen Tempel, hatten sogar
eine Privatführung und bekamen dementsprechend viel erzählt. Es war wirklich
interessant.

Wir verließen die Einöde wieder und fuhren nach Cairns. Dort
waren bereits ein paar Freunde von uns, die wir aus Brisbane kannten. Wir
setzten uns abends in einer Runde zusammen und tranken Goon, um später ins
Gilligans, einen bekannten Club mit anschließendem Hostel, zu gehen. Wir lernten
ein paar Jungs und Mädels kennen, die sich uns anschließen und hatten eine
Menge Spaß.

Ab dann ist nicht mehr viel passiert. Der tägliche Ablauf
wurde zur Routine:

Schlafen, schwitzen, essen, herumhängen, schwitzen, in der Sonne bruzzeln,
schwitzen, erstaunt über heute „nur“ 35 Grad sein, essen, herumhängen, duschen,
Sonnenbrand entdecken, ALOE Vera auftragen, schwitzen, anfangen zu trinken,
herumsitzen, weitertrinken, immer mehr schwitzen, in den Club gehen, tanzen,
schwitzen, noch mehr trinken, ausgiebig tanzen, eingehen vor Hitze, nach Luft
schnappen, Hunger bekommen, überteuertes Essen kaufen, schwitzend nach Hause
laufen, alle im Zimmer wecken (weil: Schlüssel vergessen mitzunehmen und
Unfähigkeit, geradeaus zu laufen), gerade so ins Bett fallen, schnarchende
Leute mit Socken abwerfen (erklärt, warum ich nur noch ein Paar habe),
schwitzend einschlafen, schwitzend aufwachen, duschen, Aloe Vera auftragen,
schwitzen, frühstücken, herumhängen,…

Am 19ten mussten wir unseren Van abgeben und waren froh,
dass keine Makel gefunden wurden. Von nun an ging das Hostelleben wieder los
und wir mussten alles zu Fuß erreichen. Daran haben wir uns aber wieder schnell
gewöhnt. Wir suchten uns das günstigste Hostel aus und bekamen sogar jeden
Morgen ein Gratisfrühstück, welches wir allerdings täglich verschliefen. Ein
kostenloses Abendessen gab es ebenfalls dazu. Waren zwar jeden Tag Nudeln mit
variierbarer Soße, aber es war ja umsonst und wir mussten nicht einkaufen,
kochen, spülen...

Mit der Zeit wurde mir jedoch ziemlich langweilig. Jeden Tag
an der Lagune rumzuhängen klingt zwar cool und chillig, ist aber auf Dauer
irgendwann echt nervend. Allzu viel gibt es hier in Cairns sowieso nicht zu
sehen, weshalb ich mich mit Scott (meinem irgendwie weit Verwandten) traf, der
mir ein paar Optionen bot, da er viele Kontakte hat. Er erklärte mir, dass ich
für einen gut bezahlten Job mindestens 2-3 Monate an einem Ort bleiben müsse,
da er mich sonst nicht vermitteln könne. Da ich Sylvester in Sydney sein
möchte, entschied ich mich also kurzerhand für einen Flug dorthin. Scott
verfasste mit mir eine CV, kontaktierte meinen zukünftigen Chef eines
Restaurants in einem Hotel und ich buchte den Flug. VitaminB ist echt
vorteilhaft!

Jetzt sitze ich im Flieger nach Sydney, habe noch keine
Schlafmöglichkeit für heute Nacht, da alle Hostels ausgebucht sind und werde
mich heute noch auf Wohnungssuche begeben. Das ist einfach billiger und
privater.

Bin ziemlich aufgeregt und nervös, wie das alles laufen
wird. Eigentlich bin ich aber guter Dinge. Wird schon gut gehen! Falls nicht,
fliege oder fahre ich einfach weiter in die nächste Stadt.

Ich erhoffe mir, dass ich von dem Geld, das ich verdiene,
nochmal nach Neuseeland oder auf die Fijis fliegen kann. Ich bin sowieso schon
hier unten, dann nehme ich das auch noch mit!


-

 

Sydney, da bin ich. Mit langer Hose und Shirt, dem großen
Rucksack auf dem Rücken und einer Landkarte in der Hand, lief ich wie
Falschgeld Richtung Bahn. Ich kaufte mir ein Ticket und buchte während der
10minütigen Fahrt in die Innenstadt ein Hostelzimmer. 28er Zimmer für 33 Dollar
die Nacht – KLAR, GÖNN ICH MIR!

An der Central Station hatte ich einen super Start und kippte erstmal nach
vorne um, als ich den großen Rucksack aufsetzte. Einen Purzelbaum später stand
ich auch schon wieder, lachte über mich, erklärte die Situation für eine
lustige Geschichte und versuchte die besorgte Menschenschar zu beruhigen, dass
es nur ein kleiner Kratzer sei und ich Pflaster hätte.

Ich lief zum Hostel und freute mich riesig über den undefinierbaren
Mock des Zimmers, mein Bett direkt im Eingang, zwischen 14 anderen Betten und
meinen Schlafplatz oben. Es war nicht mal von einem Gitter umrahmt. Eine Leiter
hatte es nicht, was hohe Konzentration und Organisation erforderte. Das
Hochklettern bereitete jedes Mal Schwierigkeiten. Sobald ich nämlich oben war,
fiel mir meistens auf, dass ich irgendwas unten vergessen hatte.

Allerdings spornten mich all diese Makel an, so schnell wie
möglich eine Wohnung zu finden. Am gleichen Abend hatte ich eine einzige
Wohnungsbesichtigung in der George Street. 4 warmherzige Mädchen und 4 nette
Jungs empfingen mich und zeigten mir die kleine Wohnung.

Es gibt zwei Zimmer für 8 Leute. Eins ist für die vier
Jungs, mit Bad auf dem Flur. Das andere für die Mädels, mit eingeschlossenem
Bad und vier Schränken. Es ist auch wesentlich größer. Ein einzelnes Zimmer
gibt es auch noch, welches von einem Mädchen bewohnt ist, die ihr
überschüssiges Geld für alle drei anderen Betten bezahlt, die jedoch leer sind.
Die Küche ist offen gestaltet mit anschließendem Wohnzimmer und darauffolgendem
Balkon. Von dort aus hat man eine wunderbare Sicht auf die hohen Gebäude und
die Central Station. Nachdem ich die Wohnung gesehen und die Leute
kennengelernt habe, war ich guter Dinge, suchte jedoch weiter nach Wohnungen.
Ich legte mich in mein Hostelbett, schaute noch einen Film und schlief ein, bis
mich am nächsten Morgen eine SMS weckte:

„Caroline, we choose you for the flat! Are you interested?” – JAWOLL! DA IST DAS
DING!

Ich hatte also innerhalb eines Tages eine Wohnung gefunden,
die ich sofort beziehen konnte. Allerdings war der Plan für diesen Tag, nach
Cronulla zu fahren und dort eine Freundin aus Deutschland, Tanja, zu treffen.
Eine Stunde später stieg ich aus der Bahn und war geschockt.

22 Grad – Im Ernst? Mir war einfach nur kalt, da ich mich bereits an die
abnormalen Temperaturen des Nordens Australiens gewohnt hatte.

Tanja holte mich ab und wir gingen in ihr Hostel. Das Wetter
war nicht berauschend, weshalb wir leider nicht zum Strand gingen konnten. Sie
stellte mir ihre neu gewonnenen Freunde im Hostel vor, hingen herum, erzählten
uns unsere bisherigen Eindrücke, spielten Billard, machten uns abends Wraps,
tranken daraufhin mit den anderen Luxusalkohol (Bacardi Cola mit Limette) und
um 22 Uhr nahm ich die Bahn zurück in die Stadt, warf beim Aussteigen aus der
Bahn einen Blick hoch auf meinen Balkon, grinste wie ein Krümelkeks und lief
erfüllt ins Hostel. Dort packte ich meine Sachen für den „Umzug“, schaute noch
einen Film und schlief ein.

Montag, 11.11.2013

von Airlie Beach über Bowen, Townsville und Mission Beach nach Cairns

Start in Airlie Beach

Die Fahrt von Airlie Beach nach Bowen war ziemlich kurz. Wir hörten laut Musik und Nicki machte ein Nickerchen, während ich die Texte mitkreischte. Allerdings war er von der Hitze so platt, dass er gut schlafen konnte. Aufeinmal sah ich auf einem Schild einen Wasserfall, der nur einige Kilometer entfernt war, weshalb wir dorthin fuhren. Wir fuhren 10 Kilometer Schlangenlinien um einen Berg herum, bis wir an einen Parkplatz kamen. Von dort liefen wir noch ein paar Schritte zum Wasserfall, kletterten über Stock und Stein und fanden einen einsamen kleinen See, in dem wir voller Freude schwimmen gingen. Nicki hat sein Shampoo mitgenommen und duschte sich unter dem Wasserfall. Eine Backpackerische Dusche war das. Wir sparen wirklich an allen Ecken und Kanten!

Nachdem wir wieder trocken waren, fuhren wir den schmalen Weg wieder zurück, um nach Bowen zu fahren.

In Bowen angekommen, machten wir Halt bei einem Informationsschalter und ließen uns einige Broschüren über Bowen geben. Der freundliche Mann schickte uns zu zwei Plätzen. Der erste Halt war an einem Strand, an dem wir wunderschöne Muscheln fanden. Ich brachte Nicki beinahe auf die Palme, da ich so fasziniert und konzentriert war, weshalb ich kein Ende beim Suchen fand. Er saß bereits 20 Minuten meckernd im Auto, bis ich endlich die passende Muschel gefunden hatte.

MUSCHELSUCHE 

Wir fuhren zu einem Lookout, von dem man alle Strände und die ganze Stadt sehen konnte. Allerdings wollten wir endlich weiter, um noch am gleichen Tag in Townsville anzukommen. Wir stellten aufeinmal fest, dass der Tank sehr leergefahren war und suchten die nächste Tankstelle auf. Allerdings ist das hier in Australien auf den Highways nicht all zu einfach. Wir fuhren circa 30 Kilometer, in denen wir nur Bäume und ausgetrocknete Wiesen sahen, bis endlich eine Tankstelle kam. Wir kauften noch eine Melone, nahmen natürlich die größte mit und machten uns weiter Richtung Townsville.

Dort kauften wir für unser Abendessen ein und suchten uns ein schönes Plätzchen zum Essen. Salat mit Brot gab es und dazu eine warme Dose Limo. Wir ließen es uns schmecken und bekamen Besuch von einem kleinen Possum, welches Gefallen an unserem Mais fand.

Wir fuhren zu OfficeWorks (ein Schreibwarenladen), weil wir dort freies WLAN haben und schauten uns zum Einschlafen noch einen Film an.

Am nächsten Morgen fuhren wir schon früh nach Mission Beach. Allerdings gefiel es uns dort überhaupt nicht. Zwar waren die Strände schön und die Kangurus standen haufenweise am Straßenrand, was riskant, aber auch schön anzusehen war, jedoch hielt uns nicht viel dort. Wir aßen noch etwas zu Mittag und beschlossen, direkt nach Cairns durchzufahren.

Wir verabredeten uns mit Scott, dem Cousin meines Onkels, und er lud uns abends auf ein paar Bier und zum Abendessen ein. Im Anschluss bot er uns an, in der Anlage seines Apartments zu parken und auf seiner Luftmatratze zu schlafen. Das Angebot nahmen wir dankend an und wurden am nächsten Morgen mit einem ausgezeichneten Frühstück geweckt, bevor wir in den hauseigenen Pool sprangen.

 

 

Mittags fuhr Scott mit uns nach Palm Cove und lud uns dort zum Mittagessen ein, nachdem er uns ein wenig die Stadt, die Strände und die luxeriösen Resorts gezeigt hatte.

 

Wir fuhren zurück in sein Apartment und gingen zusammen schwimmen und Ball spielen, bevor wir das Essen für abends vorbereiteten. Scott wollte uns ein australisches Barbecue zaubern und tat das in voller Perfektion! Die Fleischspieße und der Salat waren superlecker und das deutsche Bier (Oettinger) setzte dem Essen die Krone auf. Wir waren pappsatt und fielen hundemüde ins Bett.

Am Sonntagmorgen weckte uns Scott sehr früh und ging mit Nicki einen Berg besteigen, von dem man ganz Cairns und seine wunderschönen Strände sah. Ich ging in der Zeit ein wenig in der Stadt bummeln. Als die beiden ausgepowert zurückkamen, machten wir uns Frühstück und aßen dazu unsere riesige Wassermelone.

Mittags fuhr Scott mit seiner Freundin Jen, die leider fast durchgehend arbeiten musste und somit nicht viel mit uns machen konnte, in den Urlaub und überließ uns seinen Apartmentschlüssel. Wir hingen den ganzen Tag am Pool herum und kochten uns abends etwas Leckeres, was wir beim Film schauen aßen.

Am nächsten Morgen machten wir uns ein ausgewogenes Frühstück mit einem super leckeren Kaffee und fuhren in die Innenstadt, um dort an der Lagune zu entspannen. Zurück im Apartment, schnippelten wir einen Obstsalat und räumten ein wenig auf, da Scott und Jen am Dienstag Morgen früh zurück sind und wir uns mit einem Frühstück und einer gesäuberten Wohnung bedanken wollen.

Jetzt ist es 18.30 Uhr und wir machen uns heute Burger, schauen noch eine DVD und gehen wohl bald schlafen.

Uns geht es bestens, es fühlt sich alles an wie im Urlaub!

Viele liebe Grüße aus dem heute 38 Grad warmen Cairns!

 

 

 

 

 

Dienstag, 05.11.2013

Whitsundays

 

Whiteheaven Beach - Der weißeste Strand, den ich je gesehen habe! Wunderschön! Wie im Paradies haben wir uns gefühlt.

 

Wir waren drei Tage auf einem Schiff namens Habibi unterwegs. Ich schwanke immer noch ein wenig.

Wir waren sogar schnorcheln. Ich habe eine Schildkröte entdeckt und bin erstmal 5 Minuten alleine mit ihr herumgeschwommen, bevor ich den anderen Bescheid gab. Aber es war so schön. Diese Unterwasserwelt war traumhaft!

Wir schwommen mit bunten, kleinen, großen, riesigen und angsteinflößenden Fischen. Der Tourguide fütterte die Tiere, um sie anzulocken. Mitten in einem Fischstrom wie er schöner und bunter nicht hätte sein können zu schwimmen, war unglaublich!

Vom Schiff aus sahen wir Rochen, Delphine, einen Hai und so weiter...

PARADIESISCH!

Samstag, 02.11.2013

Fraser Island



Am Sonntag begann unsere 3 tägige Fraser Island Tour. Fraser
Island ist die größte Sandinsel der Welt, auf der sich im Laufe der Jahre
sämtliche Touristenattraktionen gebildet haben.

Der erste Tag begann leider nicht sehr gut, da wir bereits
um 7:45 zum Briefing erscheinen mussten und ich erfuhr, dass man 21 Jahre alt
sein muss, um auf den sandigen Straßen Frasers fahren zu dürfen - Glück für
Nicki, der Sack ist nämlich schon 21!

Nach drei langweiligen Videos über das Fahrverhalten auf
sandigem Untergrund begann die Reise endlich. Schon früh hatten wir uns mit
einigen anderen Leuten aus unserer Gruppe angefreundet. Das verrückte war, dass
unsere Gruppe fast ausschließlich aus Deutschen bestand.  Ich hoffe, dass ich irgendwann mal Englisch lerne.

Angefangen hat die Tour damit, dass an der Central Station
einer unserer Führer Nicki ans Lenkrad ließ. Die Straße war viel holpriger als
erwartet, doch Nicki meisterte die Strecke, als hätte er sein Leben lang nichts
anderes gemacht. Er fuhr zum Lake McKenzie, ein wunderschöner See an dem wir
einige Stunden in der Sonne brutzeln konnten. Anschließend übernahm Nina, ein
Mädel aus unserer Gruppe das Steuer. Sie fuhr sogar besser als Nicki, was ich
ihm aber nicht gesagt habe, um ihn nicht auf die Palme zu bringen. Das Ziel war
ein altes Schiffswrack. Es Lag unübersehbar am Straßenrand, sofern man die
Reifenspuren am Strand so nennen kann, und ist eine der Hauptattraktionen auf
der Insel. Ben, einer unserer Guides, erzählte uns, dass dies einst ein
Handelsschiff war und in Zeiten des Krieges als Krankenstation für verletze
Marinesoldaten diente. Leider mussten wir danach schon unser Lager aufsuchen,
da die Flut immer näher rückte und somit das sichere Fahren am Strand nicht
mehr gewährleistet war.


Ein weiteres, eher zufälliges Highlight blieb uns jedoch
nicht erspart. Auf der Rückfahrt kreuzte eine Schlange unseren Weg. Wir blieben
natürlich stehen und schauten uns das Tier genauer an. Gott sei Dank, es war nur
eine Wasserschlange und somit nicht giftig. Santa, unser Haupt Tourguide,
welcher seinen Namen seinem weihnachtsmannähnlichen Aussehen verdankt, nahm die
Schlange hoch und warf sie ins Meer.


An unserem Lager angekommen, bauten wir schnell unsere Zelte
auf und hatten in einer gemütlichen Runde ein Barbecue und etwas Goon. Nicki
verstand das mit der gemütlichen  Runde
leider nicht und hat sich sehr stark betrunken.


Der zweite Tag auf Fraser begann sehr früh. Schon um halb 5
weckte Santa uns auf um den Tag zu starten. Sein Motto ist anscheinend: „Der
frühe Vogel fängt den Wurm“, womit ich sehr gut leben konnte aber Nicki
aufgrund seines Katers leider nicht. Nach einem schnellen Frühstück machten wir
uns gleich weiter, denn Fraser bietet viele Sehenswürdigkeiten, die wir uns
noch anschauen wollten. Der Weg führte uns zu einen Champagnerpool (nein dies
ist kein Pool voller Champagner). Es ist viel mehr eine kleine Bucht in der
eine Steinwand einen Pool aus bitzelnden Meerwasser bildet. Von Kopf bis Fuß
von dem Bad entspannt, verlangte es etwas körperliche Arbeit von uns.


Wir stiegen auf den River Heads, einen Felsvorsprung von dem
man mit etwas Glück Haie sehen kann. Wir hatten natürlich Glück und sahen
sowohl Haie als auch eine Riesenschildkröte. Unser nächstes Ziel war nur
einigen Minuten vom Letzteren entfernt. Ein Kleiner Fluss, in dem man sich
einige hundert Meter bis zum Strand treiben lassen konnte. Ich persönlich war
nicht sehr angetan davon, weshalb ich mir ein schattiges Plätzchen suchte und
Bilder der anderen schoss. Einige Minuten und etliche Fotos später fuhren wir
zu einem Weg, welcher zu einem See führte. Ben erzählte uns, dass es ein 45
minütiger Spaziergang zu dem See sei.

Ein Mädel, Mascha, konnte diesen Weg nicht gehen, da sie
sich in Australien einen Bänderriss im Knie zugezogen hat. Das kam mir sehr
entgegen, weil ich wegen meinem starken Sonnenbrand im Gesicht, im Nacken und
auf den Schultern lieber mit ihr ein schattiges Plätzchen aufgesucht habe.

Laut Nickis Berichten war das aber ein riesiger Fehler. Denn
dieser See war für ihn das Beste in ganz Fraser Island. Den Berichten der
anderen zufolge erstreckte sich kurz vor der Ankunft am See eine alles
überragende Sanddüne, die sich inmitten eines Waldgebietes erstreckte. Von Dort
aus hatte Nicki einen tollen Ausblick auf das Meer. Der See selbst soll glasklar
gewesen sein und befand sich direkt am Ende eines starken Sandgefälles. Der See
ist der tiefste auf Fraser. Deshalb konnten die Jungs bei vollem Tempo das etwa
30 Meter lange Sandgefälle hinuntersprinten und einen Kopfsprung ins Wasser
machen. Nicki hatte, sofern er nicht gelogen hat, lange nicht so viel Spaß
gehabt. Als die Gruppe wieder zurück war, machten wir uns Richtung Central
Station, wo wir diesmal unser Lager aufschlugen. Erschöpft von dem
ereignisreichen Tag spielten wir abends nach etwas Pasta noch ein paar
Trinkspiele und fielen anschließend übermüdet ins Zelt, um zu schlafen.

Der dritte und letzte Tag begann Gott sei Dank etwas später
als der Zweite. Bis um halb sieben konnte ich schlafen bevor mich Nicki weckte,
weil er duschen wollte und mein Shampoo dafür brauchte. Wir machten uns nach
dem Frühstück auf, um eine Wanderung im Regenwald Frasers zu machen. Nicki
erklärte sich bereit das zweite Auto ganz alleine, ohne Ben neben sich sitzen
zu haben, zum Ende des Wanderpfads zu fahren. Bis dorthin hatte sich noch
keiner der Gruppe alleine in einen der großen Jeeps gesetzt, um zu fahren. Doch
laut Santa hat Nicki auch dieses Hindernis mit Bravour gemeistert und für die
ganze Gruppe war es sehr bewundernswert, wie gut er den großen Jeep im Griff
hatte.

Der Regenwald an sich war nicht sehr beeindruckend, weshalb
ich auch froh war als das Ganze um war. Zum Abschluss der Trips legten wir uns
noch einige Stunden an einen weiteren See auf der Insel um die Tour entspannt
ausklingen zu lassen. Um 13 Uhr hatten wir jedoch alle Hunger und fuhren ein
allerletztes Mal alle zusammen zu einem Platz, an dem wir unser Lunch hatten. Gegen
14 Uhr fuhren wir zur Fähre, obwohl sie erst um 15 Uhr abfuhr. Das war jedoch
eine super Entscheidung, wie sich herausstellte. Denn mitten auf dem sandigen
Weg lag ein Baum quer, und es gab nur diesen einen Weg zur Fähre. Alle Männer
versammelten sich und drückten den Baum an den Straßenrand, um die Straße
wieder befahrbar zu machen. Die Fähre brachte uns zurück nach Hervey Bay und
wir fuhren in unser Hostel, wo wir Pizza bestellten und diese bei einem Film
aßen, bevor wir schlafen gingen.

Rückblickend betrachtet, war Fraser Island bis jetzt einer
der schönsten Orte die ich in Australien sehen durfte, und auch wenn die Touren
nicht gerade günstig sind, hat sich bisher jeder Cent gelohnt, den ich von
meinem hart erarbeiteten und ersparten Geld ausgegeben habe.

Samstag, 26.10.2013

RAINBOWBEACH - MARYBOROUGH - HERVEY BAY

einsamer Strand nicki wirft steine

Diese Bilder sind noch aus Noosa.

Wir sind bereits in Hervey Bay. Waren in Rainbowbeach, allerdings war das nichts für uns. Wir haben uns mehr erhofft. Für Surfer ist es definitiv ein super Platz, aber uns hat dort nichts gehalten. Das einzige Schöne war der Weg dorthin. Wir sind über eine verlassene Straße im Outback durch Wälder gefahren. Das war eine beeindruckende Fahrt.

Wir haben uns von dort also schnell weiter nach Maryborough gemacht, wo jedoch auch nicht viel zu sehen  war. Deshalb stellten wir unseren Van auf einen Parkplatz, kochten uns ein paar Nudeln, aßen zum Nachtisch eine Banane und gingen früh schlafen.

Am nächsten Morgen fuhren wir bereits um 10 Uhr nach Hervey Bay. Als uns das Navi sagte, dass wir angekommen seien, waren wir erneut enttäuscht. Auch Hervey Bay war nicht das erhoffte Plätzchen, das wir gesucht hatten. Wir aßen etwas und liefen ein wenig am Strand entlang. Abends suchten wir uns einen Parkplatz zum Übernachten und aßen Baguettes mit Käse und Wurst, ein bisschen Rohkost und als Nachtisch TimTams - A taste of home! Es war wirklich mal wieder ein heimisches Essen, demnach super lecker!

Wir gingen schlafen und wachten am nächsten Morgen in unserem heißen stickigen Van bei 36 Grad auf und gingen erstmal duschen, bevor wir die Tour nach Fraser Island buchten. Und das ist auch alles, was uns hier hält. Bei dieser Tour sind 2 Nächte im Hostel sowie 2 Nächte auf Fraser Island im Zelt inklusive. Deshalb haben wir heute wieder ein wenig Luxus und schlafen im Hostel, bevor es morgen früh um 7 Uhr losgeht auf die größte Sandinsel der Welt.

Drei Tage dauert die Tour, auf die wir uns mega freuen!

Viele liebe Grüße an die Heimat!

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